Virtuelle internationale Teams

Kooperation über geographische, kulturelle und organisationsbezogene Grenzen hinweg

Die Zusammenarbeit in räumlich verteilten und internationalen Teams ist für viele Unternehmen heute schon der Normalfall. Die Vorteile, wie optimale Nutzung von Know-how und personellen Kapazitäten, Nähe zu den Kunden, Zeitgewinn und Kostenersparnisse, liegen auf der Hand. In manchen Unternehmen geht die aktuelle Entwicklung längst über die Zusammenarbeit in virtuellen Projektteams hinaus - hin zur dauerhaften virtuellen Organisationsstrukturen.

Für die Mitglieder der Teams bedeutet diese neue Kooperationsform hingegen zunächst einmal ein Mehr an Anforderungen. Das gemeinsame Verständnis von Zielen und Aufgaben, der Aufbau von verbindlichen und effektiven Kommunikationsstrukturen, Teamintegration, Vertrauensbildung und Führung - dies sind Aspekte der Zusammenarbeit, die unter virtuellen Bedingungen anspruchsvoller werden. Dieses gilt in doppeltem Maße, wenn sich virtuelle Zusammenarbeit, wie dies meist der Fall ist, über kulturelle und  organisationsbezogene Grenzen hinweg erstreckt. Gleichzeitig sind hiermit zentrale Erfolgsfaktoren der Teamarbeit angesprochen.

Unterlassungen und Fehler in diesen Bereichen haben im Vergleich zu Teams mit ständigem persönlichen Kontakt schwerwiegendere Auswirkungen. Sie sind im virtuellen Raum viel schwerer rechtzeitig zu erkennen und wirksam zu korrigieren.

Besonders für die Leiter solcher Teams ist es deshalb entscheidend, die besonderen Herausforderungen virtueller und internationaler Zusammenarbeit  bewusst anzugehen. Gelingt dies, so bietet das, was zunächst als Hürde erscheint, eine einzigartige Chance zum Erlernen von wirkungsvollem Kommunizieren,  teamorientierter Arbeitsorganisation sowie der Nutzung verteilten Wissens.